VLN #10 ... mit dem Nebelgott in der Eifel

Im Ahrtal um Adenau herrscht ein irgendwie mystisches Licht an diesem letzten Oktobersamstag. Und wenn man dann gegen 10:00 Uhr die Auffahrt über die Nebenstrecke zum 40. DMV Münsterlandpokal erklommen hat, wird gleich wieder klar, wer hier der Chef ist.

Alles steckt in einer dichten, grauen Suppe. Hurra, der Nebelgott ist wieder am Ring.

Und er sorgt direkt dafür, dass der letzte Lauf - das Finale der VLN in diesem Jahr – um zwei Stunden nach hinten verschoben werden muss. In der Hoffnung, dass er sich dann langsam mal wieder verflüchtigt hat.

Zeit, um noch vor dem Start zu Mittag zu essen. Und Zeit, ganz kurz die VLN vorzustellen: Hier fahren 10 mal im Jahr eigentlich die Autos ihr 4-Stunden-Langstreckenrennen, die sich auch zum 24-Std-Rennen treffen. Eigentlich. Aber es wirkt auf jeden Fall so. Große Rennställe wie Porsche Manthey, Audi-Team Phoenix, die Mannschaft von Black Falkon und die exotische Scuderia Glickenhaus geben sich ein Stelldichein. Ergänzt um die Fahrzeuge der Markencups von Renault, Porsche, Toyota, Opel und BMW plus einige andere Teams bis hin zum Fuchsschwanz tragenden Opel Manta von Kissling Motorsport.
 

Gegen 13:45 Uhr hatte sich der Nebel einigermaßen verzogen, so dass der Veranstalter die 3 Fahrzeuggruppen zu einem auf 3 Stunden verkürzten Lauf über die Kurzanbindung der GP-Strecke und der Nordschleife starten ließ. Auch wenn es noch 2 Streckenabschnitte gab, die nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit befahren werden konnte. Aber das ist man am Ring ja seit den Tempo 200 Zonen gewohnt.

Gleich in der ersten Kurve gab es ein Gerangel zwischen Porsche #87 und #101, wobei der Gerempelte Teamchef sich anschließend sehr lautstark über die Lausprecheranlage mit “Sauerei, haben alle gesehen, war Absicht” echauffierte. Auch das Wort “Revange” fiel in seinem Ich-bin-jetzt-total-sauer-Redefluss. Tzzz.

Naja, und kurz vor 17 Uhr wurde der Lauf dann mit roten Flaggen und Porsche #56 von Black Falcon als Sieger und den Clio-Brüder Groneck als VLN-Gesamtsieger 2015 abgewunken, weil wer zurückkam?

Richtig: Der Nebelgott. Der wollte wohl einfach die finale Siegerehrung nicht verpassen.
 

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